Warum Manifestieren bei dir nie funktioniert hat

Tim Schröder
05.05.2020

Wenn du den Film „The Secret“ gesehen hast, hast du wahrscheinlich von dem „Gesetz der Anziehung“ gehört. Es besagt, dass Energien gleicher Schwingung sich einander anziehen. Mit anderen Worten: Unsere Gedanken und Emotionen ziehen Umstände in unser Leben, die mit der Schwingung unserer Gedanken und Emotionen übereinstimmen, an. Wenn wir das auf unser Leben anwenden, können wir manifestieren, was immer wir wollen, sei es Reichtum, Gesundheit, einen Traumpartner, Freude oder Glück.

Viele Menschen probieren Techniken wie Visualisierung oder Affirmationen, die dabei helfen sollen, unsere Träume zu manifestieren, und doch ändert sich nichts. Das Problem ist nicht, dass Visualisierungen oder Affirmationen nicht funktionieren. Das Problem ist, dass wir nicht richtig verstehen, warum diese Techniken funktionieren, und deshalb Fehler machen, wenn wir sie anwenden. Es geht nicht nur darum was, sondern auch wie wir es uns vorstellen.

Ich habe diesen Artikel geschrieben, um dir zu helfen, ein tieferes Verständnis für die Funktionsweise unserer Realität zu erlangen, damit du ein Leben in Freude und Fülle gestalten kannst.

Alles ist Energie

Die Quantenphysik sagt uns, dass 99,99999999999999 Prozent aller Materie Energie ist, die in einer bestimmten Frequenz schwingt. Mit anderen Worten: Alles ist Energie und Information. Es hat daher Sinn, aufzuhören, die Realität als Feststoff und sie stattdessen als Ausdruck aller existierenden Energien zu betrachten.

In „Die Emotionsskala – 9 Bewusstseinsstufen die du kennen musst, um erfüllt und glücklich leben zu können“ habe ich beschrieben, dass Emotionen Energie in Bewegung ist. Dasselbe gilt für Gedanken. Diese haben jedoch viel weniger Kraft als Emotionen.

Indem wir uns auf einen Traum oder ein Ziel konzentrieren, lenken wir Energie in dessen Entstehung. Wenn genügend Energie geflossen ist, wird die Vision Wirklichkeit.

Tagträumen

Die erste Stufe jeder Manifestation ist sind Tagträume. Wir stellen uns unseren Wunsch oder unser Ziel vor, ohne die Absicht, es Wirklichkeit werden zu lassen. Wir machen uns keine Sorgen darüber, wie wir es erreichen können. Wir denken nur darüber nach, was wir wollen und wie gut es sich anfühlt.

Wichtig zu erkennen ist, dass wir dabei die Vorstellung vor bzw. über unseren Köpfen positionieren. Außerhalb unseres Körpers kann diese nach Belieben verändert werden, ohne dass sie irgendwelche Widerstände in uns hervorruft.

Es ist eine großartige Möglichkeit, unserer Fantasie freien Lauf zu lassen. Jedoch werden wir so keinerlei Veränderung in unserem wirklichen Leben bewirken.

Warum es bisher nicht funktioniert hat

Wie bereits erwähnt gibt es verschiedene Techniken, die dabei helfen, die eigenen Ziele und Träume zu erreichen. Sie enthalten üblicherweise eine Form von Affirmationen oder Visualisierungen. Indem wir täglich bestimmte positive Aussagen wiederholen oder uns in unseren Wunschzustand hineinversetzen, richten wir uns auf unsere Vision aus und ziehen sie in unser Leben.

Grundsätzlich ist diese Aussage richtig. Jedoch wird das nicht passieren, wenn wir uns weiterhin nur im Zustand des Träumens befinden. Wir müssen unsere Vorstellung im Körper halten und sie von oben nach unten durch den Körper bewegen.

Unser energetischer Körper – Chakren

Was die meisten von uns nicht wissen: Unser Körper besteht nicht nur aus einem physischem, sondern auch aus einem energetischem Aspekt. So wie wir den physischen Anteil verwenden können, um Gegenstände zu bewegen, so können wir mit dem energetischen Energien beeinflussen und lenken. Unser energetischer Körper ist vollständig mit unserem physischen verbunden. In ihm haben wir sieben Energiezentren – die Chakren. Sie befinden sich entlang unserer Wirbelsäule.

Ich werde mit meiner Beschreibung oben am Scheitel des Kopfes beginnen und unten am Steißbein enden, da das auch die Richtung ist, in der die Energie beim Schöpfungsprozess fließt. Lasse dich nicht von den Zahlen verwirren. Im Allgemeinen werden die Chakren umgekehrt beschrieben.

 

7. Sahasrara-Chakra | Kronenchakra

Das ist unsere Verbindung zur Quelle, zu Gott, zum Universum, oder wie du die schöpferische Energie, die hinter allem steht, auch nennen willst. Sie befindet sich am Kopfscheitel und lässt Energie in unseren Körper fließen.

6. Ajna Chakra | Stirnchakra

In diesem Energiezentrum kreieren wir Visualisierungen und setzen Intentionen. So entscheiden wir welche Wünsche und Träume wir uns gerne erfüllen möchten.

5. Visshuda-Chakra | Halschakra

Dies ist das Zentrum der Kommunikation. Wenn wir Schwierigkeiten haben, unsere Absicht auszudrücken, gibt es eine Blockade in diesem Energiezentrum.

4. Anahata-Chakra | Herzchakra

Dieses Energiezentrum ist unser emotionales Gehirn. Hier fühlen wir Liebe und Dankbarkeit. Es ist das Energiezentrum, das uns das, was wir tun, lieben lässt.

3. Manipura-Chakra | Solarplexuschakra

Das ist unser Bauchgefühl und die Quelle unserer Intuition. Von hier aus erhalten wir instinktiv Hinweise dazu, wie wir in der gegebenen Situation handeln sollen.

2. Svadisthana-Chakra | Sakralchakra

Dies ist unser Sexualzentrum und sitzt unserer Leidenschaft. Es lässt uns „heiß“ auf Ideen werden. Sexuelle Energie ist eine mächtige, schöpferische Energie, die wir nutzen können, um unsere Träume zu kreieren. Die meisten von uns verbrauchen sie jedoch durch sexuelle Aktivitäten.

1. Muladhara-Chakra | Wurzelchakra

Wir können dieses Energiezentrum an der Basis unserer Wirbelsäule finden. Es ist unsere Erdung. Ähnlich wie ein elektrisches System müssen auch wir geerdet sein. Je besser uns das gelingt, desto mehr Energie können wir durch uns fließen lassen. So können wir besser mit Stress, Anspannung oder schwierigen Emotionen umgehen.

 

Wenn du mehr über Chakren wissen willst, empfehle ich dir, diesen Artikel zu lesen. Er gibt einen ausgezeichneten ersten Überblick: Chakra and Yoga – An introduction to the ancient Science

In einem natürlichen Zustand sind unsere Energiezentren offen, und die Energie kann frei durch unseren Körper und in die Welt fließen. Bei den meisten von uns sind unsere Chakren jedoch teilweise oder ganz blockiert, was den Energiefluss und damit unsere Manifestation behindert. Je größer der Widerstand gegenüber unserer Wunschvorstellung ist, desto schwieriger wird es sein, sie zu erreichen.

Energetische Blockaden

Wir alle haben eine Vielzahl negativer Geschichten und Überzeugungen in unserem Unterbewusstsein. Sie sind in unserem Körper gespeichert. Dort ruhen sie latent, bis sie durch einen Auslöser aktiviert werden. Ein Auslöser kann eine Situation oder auch nur ein Gedanke in unserem Kopf sein. Wurden sie getriggert, spüren wir sie als Emotionen in unserem Körper.

Beim Tagträumen arbeiten wir eine Vision aus. Ist sie definiert, können wir die Intention (6. Chakra) setzen, sie Wirklichkeit werden zu lassen. Sobald wir das tun, reagiert unser Körper darauf, und wir können die inneren Widerstände dazu wahrnehmen. Die Intention ist wie das Anlegen einer Spannung an einem elektrischen Kreislauf. Sie erzeugt ein Potential, dass den Energiefluss durch unseren Körper anregt. Das triggert unsere inneren Blockaden, die wir z.B. als Druckgefühl, Anspannung oder Nervosität wahrnehmen.

Oftmals sind wir uns dessen nicht direkt bewusst. Nehmen wir aber in unserer Vorstellung unsere Vision und gehen mit ihr bewusst in unserem Körper nach unten, können wir eines von zwei Dingen erleben:

  1. Ein innerer Widerstand verhindert, dass wir unsere Vision weiter nach unten bewegen können.
  2. Während wir es weiter nach unten bewegen, verändert sich das Bild unserer Vision.

Beides sind Zeichen unseres unbewussten Widerstands gegen dieses Ziel.

Probiere es selbst aus

Stelle dir einen Traum oder ein Ziel vor. Sobald du eine klare Vision im Kopf hast, setze die Intention, sie zu verwirklichen. Fühlst du dich anders?

Nimm jetzt bewusst das Bild und schiebe es nach unten. Beobachte, was geschieht. Spürst du irgendeinen Druck oder Widerstand in deinem Körper? Verändert sich deine Vorstellung? Welche Art von Gedanken hast du? Gibt es Zweifel?

Dann vergleiche es mit einer tatsächlichen Gegebenheit. Nimm diese Vorstellung und bewege sie durch deinen Körper. Spürst du hier Widerstände oder Zweifel?

Je mehr Widerstand wir gegenüber einem Traum oder Ziel empfinden, desto schwieriger ist es für uns, ihn bzw. es zu erreichen. Wir prokrastinieren, verwerfen mögliche Maßnahmen, weil sie uns unmöglich erscheinen, finden keine Motivation, vermeiden es, Risiken einzugehen, zweifeln an uns und dem Projekt und gehen insgeheim davon aus, dass wir sowieso scheitern werden.

Dies sind nur einige Beispiele dafür, wie wir auf diese inneren Widerstände reagieren können. Ich möchte damit veranschaulichen, dass am Ende nur wir für alles und jedes in unserem Leben verantwortlich sind. Nicht notwendigerweise bewusst, aber zumindest unbewusst.

Wenn wir also das Leben unserer Träume gestalten wollen, müssen wir lernen, mit all den negativen Geschichten, Überzeugungen und Emotionen umzugehen.

Den Widerstand überwinden

Es gibt drei Optionen:

1. Den Traum aufgeben

Dies geschieht wahrscheinlich die meiste Zeit. Viele Träume, Ideen oder Ziele werden nicht einmal versucht. Es ist schade, aber wir müssen auch verstehen, dass wir uns nur auf eine Sache wirklich konzentrieren können. Je mehr Dinge wir gleichzeitig zu erreichen versuchen, desto schwieriger wird es, überhaupt eines davon zu erreichen. Wir müssen uns entscheiden, welche Träume und Ziele für uns in diesem Moment wichtig sind und welche nicht, um uns dann auf die wichtigen zu konzentrieren.

2. Handeln trotz des Widerstands

Wenn wir uns zum Handeln entschließen, entscheiden sich die meisten von uns dafür, unsere negativen Gefühle zu ignorieren und einfach trotzdem zu handeln. Auf diese Weise können wir sehr erfolgreich sein. Es ist jedoch ein harter und mühsamer Weg. Er erfordert viel Willen und Entschlossenheit. Es ist ein bisschen so, als würden wir mit dem Kopf gegen eine Wand laufen. Ironischerweise erscheint uns dieser Weg einfacher zu sein als Option 3.

3. Erst loslassen und dann handeln

Ein ungewöhnlicher, eleganter und höchst effektiver Weg ist die Beseitigung von Widerständen, bevor wir Maßnahmen ergreifen. Das kann durch die Anwendung der in „Loslassen – 8 einfache Wege zu einem glücklicherem Leben“ erläuterten Techniken geschehen. Auch wenn das unlogisch erscheinen mag, ist es die schnellere Methode. Es ist ein bisschen so, wie wenn man eine Axt schärft, bevor man einen Baum fällt. Je schärfer die Axt ist – je weniger Widerstand in uns existiert, desto schneller können wir arbeiten.

Bemerkung

Wenn du meinen Artikel „Die Emotionsskala – 9 Bewusstseinsstufen die du kennen musst, um erfüllt und glücklich leben zu können“ gelesen hast, kennst du die drei Emotionsgruppen. Sie können mit den drei Optionen in Verbindung gebracht werden, die wir im Umgang mit unseren Zielen haben.

  1. Option: Negative, ziehende Emotionen (Apathie, Trauer, Angst)
  2. Option: Negative, drängende Emotionen (Lust, Wut, Stolz)
  3. Option: Positive, ausgeglichene Emotionen (Mut, Akzeptanz, Frieden)

Interessant, nicht wahr?!

Zusammenfassung

  • Die physische Welt ist der Ausdruck aller Energien mit ihren spezifischen Frequenzen.
  • Wenn wir etwas erschaffen, fokussieren wir Energie in dessen Richtung, indem wir uns darauf konzentrieren.
  • Der Körper ist unser Werkzeug, um Energien zu bündeln.
  • Unsere negativen Geschichten und Überzeugungen behindern den Energiefluss.
  • Wir können den Widerstand entweder durchstoßen oder ihn auflösen, indem wir ihn bewusst loslassen.
  • Wir erreichen unsere Ziele bequemer und schneller, wenn wir all die negativen Emotionen zuerst loslassen.

In einem zukünftigen Beitrag werde ich dir einen Zieleprozess vorstellen, den du täglich anwenden kannst. Er wird dir helfen, dich auf dein Ziel zu konzentrieren und alle deine inneren Hindernisse zu beseitigen. Wenn du keinen meiner zukünftigen Beiträge verpassen möchtest, abonniere einfach meinen Newsletter.

Lebe authentisch! Sei großartig!

Tim

2 Kommentare

  1. Josch

    Danke für die inspirierenden und hilfreichen Worte.
    Alles Gute für dich und dein Team.

    Antworten
    • Tim Schröder

      Vielen Dank für das liebe Feedback. Freut mich, wenn sie dir weiterhelfen. Alles Gute. Tim

      Antworten

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